Rietburg Weingenossenschaft

Die Genossenschaft: Rietburg Weingenossenschaft in 76835 Rhodt unter Rietburg (mehr Infos später)

Probiert: Der trockene 2015er Spätburgunder aus der 0,7er Flasche mit dem lila Schraubverschluss. Das Etikett macht auch neugierig: „Im Barrique gereift“. Das macht nicht jede Genossenschaft. Schmeckt man das? Nicht sofort, in die Nase geht zuerst ein verhaltenes Beeren-Aroma und im Glas stellt sich heraus, dass dieser

Ein sattes Pupurrot im Glas

Spätburgunder massig Luft zur Entfaltung braucht. Dann aber belohnt er die Geduld mit feinen Röst- und Beeren-Aromen und etwas Vanille. Barrique – ja, aber dezent im Hintergrund schmeckbar. Samtweich mit schönem, aber nicht zu opulentem Körper. Nicht-langer Nachhall. Rund und gut, eine raffinierte und ordentlich gekräuterte Pasta könnte sehr gut dazu passen. Nimmt man dann auch noch den Preis in die Bewertung: Für unter sieben Euro ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. (Ausgetrunken am 31-JUL-2017)

www.rietburg.de

Winzergenossenschaft Bötzingen

Die Genossenschaft: WG Bötzingen in 79268 Bötzingen. Mehr Infos, wenn ich vor Ort war.

Der Bötzinger im Glas
Käse dazu und gut

Probiert: Ein 2016er Spätburgunder, trocken, in der 0,7er Flasche mit Schraubverschluss. Sauerkirscharoma dominiert, im Glas sieht der Rotwein eher blässlich aus. Doch beim Probieren ist er alles andere als blass. Am Gaumen dominiert der Geschmack von Vanille, Pflaume und Sauerkirsch. Obwohl sehr jung, hält sich die Säure sehr zurück, der Körper dieses Weines ist nicht wuchtig. Das macht er aber mit den feinen Aromen und einem langen Nachhall wieder wett. Im Verbund mit Käse eine feine Sache. Und ein sagenhaftes Preis-Leistungs-Verhältnis: Im  Supermarkt gibts den Bötzinger für unter sechs Euro. Da könnte der Bär steppen, aber auf dem Bötzinger-Etikett guckt er irgendwie traurig.

(Ausgetrunken am 27-JULI-2017)

www.wg-boetzingen.de

Deutsches Weintor e.G.

DIE GENOSSENSCHAFT: Deutsches Weintor e.G. in 76831 Ilbesheim. Mehr Infos, wenn ich vor Ort war.

Balkonwein im Sommer

PROBIERT: 2015er trockener Weisser Burgunder. 0,7er Flasche mit Schraubverschluss. Sonne lacht, 32 Grad, da kommt er gut gekühlt auf den Balkon. Durchs Weintor durch und wie weiter? Blässlich mit leichter Zitrus- und Pampelmuse-Note kommt er mit ausgewogener, eher zurückhaltender Säure und mittelstarkem Körper. Feiner Geschmack am Gaumen, jetzt dominiert aber die Pampelmuse und lässt keine anderen Aromen mehr zu. Etwas einfach strukturiert, aber gut auf der Terrasse oder auf dem Balkon trinkbar. Kurzer Nachhall. Großartiges Essen stelle ich mir bei diesem Wein nicht vor, er bleibt ein einfacher, aber ordentlich gemachter Tropfen.

(Ausgetrunken am 19-JUNI-2017)

www.weintor.de

Niersteiner Weingenossenschaft e.G.

DIE GENOSSENSCHAFT: Niersteiner Weingenossenschaft e.G in 55283 Nierstein. Mehr Infos, wenn ich vor Ort war.

Dichter-Kopf auf Etikett

PROBIERT:  2015er Trockener Weißer Burgunder „Carl Zuckmayer“. Blass-grünlich-gelb in der 0,7-Flasche mit dem Schraubverschluss. Autor Carl Zuckmayer (1896 – 1977, aus Nackenheim) ziert das Etikett, er ließ in seinem „Des Teufels General“ eben jenen, von Curd Jürgens gespielten tragischen Luftwaffen-General von einem Spitzenwein, einer Wehlener Sonnenuhr, träumen und sinnieren. Die Sonnenuhr ist natürlich eine andere Liga. Hier, in Rheinhessen, atmet man keine Generals-Sehnsüchte ein, dafür kräftiges Pampelmusen-Kräuter-Aroma. Dezent, irgendwie höflich zurückhaltend ist dann jedoch dieser Wein angenehm ausgeglichen. Nach dem in die Nase gestiegenen wuchtigen Aroma, erwartet der Trinker eine Dampfwalze voll Säure. Angenehmerweise bleibt sie aus. Sie ist schmeckbar, doch harmoniert sie gut mit Pampelmuse- und Zitronen-Geschmäckern. Und will, nach hinten hin, gar nicht mehr aufhören. Schöner, langer zitroniger Nachhall.

Der Weiße Burgunder von 2015

Diesen Wein, der deutlich unter 6,00 Euro lag, als Terrassenwein zu bezeichnen, täte ihm ein wenig Unrecht. Zwar ist er einfach strukturiert, aber wegen des geschmeidigen Körpers könnte er auch ein netter Begleiter zu kräftigen Blauschimmelkäsesorten sein.

(Ausgetrunken am 23-MAI-2017)

http://www.wgnierstein.de/

Ruppertsberger Weinkeller Hoheburg eG

Die Genossenschaft: Ruppertsberger Weinkeller Hoheburg in 67152 Ruppertsberg. Mehr Infos, wenn ich vor Ort war.

PROBIERT: 2015er Weissburgunder  trocken in

Pfalz trifft auf Bayern

der 0,7er-Flasche mit Schraubverschluss. Gelb-grün und blass im Glas, in die Nase gehen Zitrus- und Kräuterdüfte. Die dominieren auch am Gaumen, verstärkt mit Aprikosen-Aromen. Ein starker Körper, drumherum unaufdringliche, eher schwächelnde Säure. Gehaltvoll war das erste Prädikat, was mir einfiel. Aber nicht grob-plump daherkommend und mit erfreulich langem Nachhall. Dieser Weissburgunder ist rundum

Kunst: Das Ruppertsberger Etikett

gelungen. Er hält auch bei einem traditionellen bayerischen Wurstsalat mit Zwiebeln und viel Petersilie durchaus noch mit. Natürlich könnte er aber auch zu einem feinen Fischfilet passen.

www.ruppertsberger.de

(Ausgetrunken am 07-APRIL-2017)

Winzergenossenschaft Jechtingen-Amoltern e.G

DIE GENOSSENSCHAFT: WG in 79361 Jechtingen am Kaiserstuhl. Mehr Infos, wenn ich vor Ort war.

Blass im Glas, aber mit gewaltigem Nachhall
Der 2015er Spätburgunder

PROBIERT: Den trockenen 2015er Jechtinger Spätburgunder aus der 0,7er Flasche, kein Korken, es wird auf- und zugedreht.  Intensiv steigt er in die Nase, duftet nach Sauerkirsch mit einem Hauch Schokolade. So duften eigentlich ja nur Burgunder, die schon kräftig in die Jahre gekommen sind.  Interessant! Dabei ist der Jechtinger ja noch jung und mit ziemlich bissiger Säure ausgestattet. Die nagelt ordentlich gegen den fruchtigen, nach Kirsche und Kräutern gut schmeckenden Körper dieses Weines. In seiner Gesamtheit kommt er deshalb zuerst wie ein ungehobelter badischer Bauernbub daher, doch ganz zum Schluss genießt man einen ausgesprochen langen, langen, samtigen Nachhall, der sich dann doch zu einem wirklich positiven Gesamtbild entwickelt. Wenn sich in rund drei Jahren die wuchtige Säure abgebaut hat, würde ich diesen Spätburgunder sehr gerne noch mal probieren.

www.jechtinger-wein.de

(Ausgetrunken am 16-MÄRZ-2017)

Winzerkeller Hex vom Dasenstein e.G.

DIE GENOSSENSCHAFT: Winzerkeller Hex vom Dasenstein in 77876 Kappelrodeck. Mehr Infos, wenn ich vor Ort war.

PROBIERT: 2015er Hex vom Dasenstein, Qualitätswein, trockener Spätburgunder in der 0,7er Flasche.

Wie war das mit der Hexe?

Die Etikett-Hexe schwingt den Besen

Sie musste, so die Sage, in einer finsteren Berghöhle ihr Dasein fristen, weil sie – einst Burgfräulein – einen Bauernjungen nicht standesgemäß verführte und dann dabei in flagranti erwischt wurde. Dumm gelaufen. Heute verführt uns dieser Spätburgunder, bringt uns mit der Nase erstmal in Richtung Kirschbaum.

Der 2015er Spätburgunder

Denn kaum ist er mit seinem satten, dichten Rot im Glas, breitet sich im Nu ein genauso sattes, betörendes Kirscharoma aus. In die Nase geht dieser Spätburgunder richtig opulent. Schön, dass er diese Opulenz auch beim probieren halten kann. Ein voller saftiger Kirsch-Körper, trocken,  nicht süß ausgebaut. Die Säure bleibt dabei sehr im Hintergrund. Zum Schluss ein mittelkurzer Nachhall. Lang genug und das Vergnügen des nächsten Schlucks wartet. Dies wurde gesteigert mit einem reifen, beißenden Österreichischen Bergkäse. Vereint lecker und schon sind wir wieder beim Berg. Mit seinen Höhlen, samt verführerischen Hexen, die hier zum guten Wein verleiten. Hex‘ sei Dank.

www.dasenstein.de

(Ausgetrunken am 11-FEB-2017)

Winzervereinigung Freyburg-Unstrut e.G.

DIE GENOSSENSCHAFT: Winzervereinigung Freyburg-Unstrut e.G in 06632 Freyburg.  Mehr Infos, wenn ich vor Ort war.

PROBIERT:  Ein 2015er knochentrockener Grauburgunder Kabinett, kommt aus der 0,7er Flasche und endlich mal wieder ein richtiger Korken!!!

Der 2015er

Es ploppt und duftet: Nach Zitrus, Aprikose, Kräutern. Beim Probieren harmoniert die kräftige Säure mit – das Etikett prophezeit richtig – Zitrus- und Walnuss-Nuancen, sie geben diesem Wein eine kräftige Würzung. Und so trinkt er sich richtig schön weg, ein weit-überdurchschnittlicher Grauburgunder mit Tiefgang. Schade, nur am Nachhall knausert er und geht kurz unter. Das macht aber nichts. Sein voller-würziger Geschmack bleibt in guter Erinnerung und konnte mithalten bei stark gekräuterter und mit Knoblauch versehener Bruschetta unter  Parmesanraspel. Schöne Geschmäcker treffen sich am Gaumen.

Der Grauburgunder passt ideal zur würzig-kräuterigen Bruschetta

Das Etikett der Genossenschaft empfiehlt ihn hingegen zu Braten und Wild. Da geh ich nicht mit. Die schöne Bruschetta harmonierte wirklich prächtig mit diesem Grauburgunder und im Sommer kann man ihn einfach nur so als Terrassen-Wein aussüffeln und sich des Lebens freuen. Mein erster Wein aus Freyburg, seit langem. Es wird nicht der letzte sein. Kost the Ost!

www.winzervereinigung-freyburg.de

(Ausgetrunken am 10-FEB-2017)

Winzergemeinschaft Franken e.G.

Das schlichte Etikett der GWF

DIE GENOSSENSCHAFT: Winzergemeinschaft Franken e.G in 97318 Kitzingen. Mehr Infos, wenn ich vor Ort war.

PROBIERT: Der 2015er Grauer Burgunder, Kabinett, trocken im 0,7er Bocksbeutel mit Schraubverschluss. Keine Lagenbezeichnung. Auf dementsprechende Nachfrage wird schnell und freundlich von der GWF geantwortet: Er kommt vom „Maindreieck vom Muschelkalkboden“.  Im Probierglas duftet er dezent nach einem Mix aus Zitrone und diversen Kräutern. Dezent ist auch das richtige Wort für den Körper. Umspielt von mittelkräftiger Säure kommt er alles andere als plump daher, mit einem satten Schuss Zitrusgeschmack. Dieser Wein ist harmonisch, abgerundet, zeigt Charakter. Aber ohne Wucht. Zum Schluss ein leiser, nicht sehr lang anhaltender Nachhall. Auch das überzeugt und macht im Gesamtbild diesen Wein zu einer ordentlichen runden Sache. Dieser Graue Burgunder könnte gut zu gedünstetem Fischfilet passen.

www.gwf-frankenwein.de

Kellerfund: GWF-Spielzeugtruck in 1:87

(Ausgetrunken am 05-FEBR-2017)