Untersetzer aus der DDR

Wein-Untersetzer aus der DDR

Echte DDR-Trinkkultur. Fünf Filz-Untersetzer mit Weinmotiven. Meißen/Müller Thurgau, Freyburg/Silvaner , Naumburg/Riesling und Niederlößnitz/Traminer. Was man nicht alles beim Aufräumen wiederfindet. Ordentlichen Wein zu ergattern, war im Rostock der 80er Jahre richtig schwierig. Als ich 1988 in der im Keller gelegenen Weinstube Kröpeliner Straße einkehrte, gab es nur zuckersüße Plempe aus Rumänien und Gotano, das war der DDR-Wermut. Die Buddel und die Gläser standen auf diesen schönen Filzen. Letztere hab ich später dann mitgenommen.

Winzergenossenschaft Bötzingen

Grauer Burgunder 2015er

DIE GENOSSENSCHAFT: Winzergenossenschaft Bötzingen, 79268 Bötzingen (am Kaiserstuhl) — Mehr Infos, wenn ich vor Ort war.

PROBIERT: 2015er „Der Bötzinger“, Grauer Burgunder vom Kaiserstuhl. 0,7er Flasche, Schraubverschluss. Kunst auf dem Etikett: Das Riesenglas hält ein verschämt nach unten guckender Bär. So muss er nicht gucken! Strohgelb im Glas, entsteigt ein frisch-fröhliches Armoma von Zitrone und ein bisschen Kürbis. Der knochentrockene Graue Burgunder wirkt vollmundig ohne saftig daherzukommen, hat eine sehr anständige, aber nicht nervende Säure. Die harmoniert mit schönem Körper. Alles ist hier in Harmonie. Das schönste zum Schluss: Ein verdammt langer Nachhall, der gar nicht aufhören will.

Etikett mit Bär

Dieser Wein passt gut zu einem deftigen Wurstsalat. Kann aber auch zu feinem Fischfilet getrunken werden. Fazit: Immer her, mit diesem Schluck vom Bär.

www.wg-boetzingen.de

(Ausgetrunken am 03-FEB-2017)

Lauffener Weingärtner eG

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Etikett mit Dichterkopf

DIE GENOSSENSCHAFT: Lauffener Weingärtner eG in 74348 Lauffen. Mehr Infos, wenn ich vor Ort war.

PROBIERT: Ein trockener, 2014er Spätburgunder „Lauffener Katzenbeisser“, das Etikett auf der 0,7er Flasche mit dem Schraubverschluss ziert das Bild von Dichter Wilhelm Hauff. Der erfand die berühmte Geschichte „Der kleine Muck“. Unterm Strich die Empfehlung, sich nicht mit dem augenscheinlichen abzugeben, sondern im Leben lieber in die Tiefe gehen. Das lohnt auch hier.  In die Nase steigt ein gewaltiger Duft nach Pflaume und Kirsche. Verhaltene Säure ummantelt einen ordentlichen Körper, der mit der interessanten Geschmacks-Mischung „Kirsche und Spekulatius und ein bisschen Zimt“ kräftig punktet. Süffig, kräftig, ausgewogen, man schmeckt den Ausbau im Holzfass. Mittellanger Nachhall vollendet das sehr ordentliche Gesamtbild. Passt zu Braten und Steaks. Literarisch: Ein guter Schluck vom Kleinen Muck!

www.wg-lauffen.de

(Ausgetrunken am 11-DEZ-2016)

Winzergenossenschaft Wolfenweiler eG

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Etikett des Schwarzen Wolfs
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Sattes Rot in der Karaffe

DIE GENOSSENSCHAFT: Wolfenweiler eG in  79227 Schallstadt-Wolfenweiler. Mehr Infos, wenn ich vor Ort war.

PROBIERT: 2014er Spätburgunder trocken, Wolfenweiler Batzenberg „Schwarzer Wolf“. Erzeuger: Winzergenossenschaft Wolfenweiler eG. Kirschrot im Glas und in die Nase steigen starke Sauerkirscharomen. Kräftige Säure umgibt einen nur leichten Körper, ein am Gaumen nach Sauerkirsch und Kräutern schmeckender typischer Spätburgunder. Viel Biss entwickelt dieser „Wolf“ dabei nicht, trotz eines ordentlich langen Abgangs bleibt der Wolf ein freundlicher, unkomplizierter Wein, zu dem ein Käseteller passt.

www.wg-wolfenweiler.de

(Ausgetrunken am 18-NOV-2016)

Badischer Winzerkeller Breisach

cof
Etikett dieses ausgezeichneten Spätburgunders

PROBIERT: Trockener Spätburgunder, 2014er. Im Glas mit dichtem, dunklen Rot. Duftet stark nach Cassis, Johannisbeeren und ein bisschen nach Leder und Tabak. Schmeckt mit seinem ordentlichen Körper nach Pflaume und ein bisschen nach Vanille. Dominante, aber nicht zu aufdringliche Säure. Der sehr lange Nachhall rundet das sehr gute Gesamtbild ab. Kräftiger Käse dazu!

www.badischer-winzerkeller.de

(Ausgetrunken am 01-DEZ-2016)